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Was Macht mit Menschen macht, hat Professor Philip Zimbardo im berühmten Stanford-Experiment 1971 gezeigt:
Er rekrutierte damals psychisch unauffällige und gesunde Freiwillige und unterteilte nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen: Gefangene und Wärter. Die Gefangenen mussten „Anstaltskleidung“ sowie einen Nylonstrumpf über dem Kopf tragen und wurden mit Nummern statt Namen angeredet. Die Wärter bekamen uniformen, Gummiknüppel und verspiegelte Sonnenbrillen, mit denen der direkte Augenkontakt unmöglich war.
Das Experiment musste vorzeitig abgebrochen werden, nachdem die Macht den „Wächtern“ zu sehr zu Kopf gestiegen war und die „Gefangenen“ teilweise nur noch durch Einschreiten der Experimentatoren vor Übergriffen geschützt werden konnten. Auch die Versuchsleiter selbst mussten feststellen, dass sie ihre Objektivität verloren und so stellten sie das Experiment nach sechs Tagen statt zwei Wochen wieder ein. Von den Versuchsteilnehmern hat glücklicherweise keiner psychische Spätfolgen davongetragen.
Was zeigt und dieses Experiment und warum komme ich darauf zu sprechen? Es zeigt uns, was Macht mit Menschen macht! Zimbardo drückte es so aus: „Macht verändert unweigerlich – zum Guten oder zum schlechten.“ Was in diesem Experiment deutlich wurde, gilt auch im Alltag – und in der Wirtschaft!
Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, warum bei z. B. der Deutschen Telekom oder der Bahn das Management die Mitarbeiter bespitzeln ließ? Wie es dazu kommen konnte, dass Führungskräfte illegale Mittel anwenden, um ihre Karriere zu sichern – obwohl sie vor ihrer Führungsposition niemals auf solche Ideen gekommen wären?
Es scheint so, als wäre Macht in der Lage, aus dem netten Kollegen Dr. Jeckyll den despotischen Tyrannen Mr. Hyde zu machen – wenn dieser sich diesen Mechanismus nicht bewusst macht.
Besonders wichtig für gute Führungskräfte, die ihre Macht gebrauchen und nicht missbrauchen wollen: Holen Sie sich regelmäßige Feedbacks von allen Ebenen – die von Ihren Mitarbeitern sind genauso wichtig wie die Ihrer Vorgesetzten! Denn nur so bekommen Sie mit, wann Sie nicht mehr im Sinne des Unternehmens denken und handeln, sondern im eigenen Sinne. Und darum kann und darf es keinem Mitarbeiter gehen, ganz gleich ob Fach- oder Führungskraft.
Natürlich gehört ein gewisses Streben und Selbstbewusstsein dazu, um die Karriereleiter nach oben zu klettern, aber das darf nie auf den Köpfen anderer passieren! Denn man trifft sich immer zweimal im Leben – einmal auf dem Weg nach oben und einmal auf dem Weg nach unten. Freuen Sie sich also lieber über Kritik an einer Produktidee, einer neuen Strategie oder einem neuen Service-Konzept, statt sofort zu blockieren. Eine gute Führungskraft ist nicht automatisch ein Genie, das nur Volltreffer landet! Eine gute Führungskraft ist vielmehr derjenige, der gerechte Kritik annehmen und eine Idee loslassen kann, wenn sie eben doch nur mittelmäßig war.
Wie sieht das in Ihrem Unternehmen und konkret bei Ihnen selbst aus? Holen Sie sich Feedback zu Ihren Entscheidungen ein? Gibt es in Ihrem Unternehmen gar eine Führungs-Guideline, an der Sie sich orientieren können?
Ich freue mich auf Ihr Feedback und wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
Herzlich
Ihr Andreas Buhr
Laut einer Studie von Ibi Research verschenken Banken viel Cross-Selling-Potenzial im Internet!
In einem Beitrag auf acquisa-online wird klar, wie gutes Cross-Selling im Internet aufgebaut sein sollte: Über alle vier Phasen der Kaufentscheidung – Anregung, Evaluation, Kauf und After Sales – lassen sich dem Kunden weitere Produkte anbieten.
Besonders im Bereich After Sales „verschlampen“ Banken und Sparkassen die Möglichkeit, dem Kunden noch etwas Sinnvolles und Ergänzendes zu seinem Produkt anzubieten.
Wenn man den Kunden schon von sich bzw. seinem Produkt überzeugt hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich über eine sinnvolle Ergänzung freut, sehr hoch. Warum also nicht noch etwas Schönes anbieten, bevor der Kunde wieder „durch die Tür“ ist?
Betreiben Sie Cross-Selling im Internet? Wenn ja, wie? Wenn nicht, was hält Sie zurück? Denn, diese Empfehlung ist nicht nur für Banken und Sparkassen sinnvoll…
Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen und Ideen und wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
Herzlich
Ihr Andreas Buhr
Unumstritten ist laut der aktuellen Forbes-Liste, wie zuletzt in der WELT-online gesehen, der mexikanische Milliardär Carlos Slim Helú auf Platz 1 der reichsten Menschen der Welt. Der Mann ist immerhin 74 Milliarden Dollar schwer.
Auf Platz 12, also mit einigem Abstand, folgt der erste Deutsche: Aldi-Mitgründer Karl Albrecht mit einem geschätzten Vermögen von 25,5 Milliarden Dollar.
Insgesamt scheint die Finanzkrise den Superreichen nicht besonders viel ausgemacht zu haben – mit acht Deutschen stehen drei mehr in den Top 100. So sind die Gewinner des letzten Jahres z. B. die drei Hauptanteilseigner von BMW (Susanne Klatten, Johanna und Stefan Quandt).
Laut Forbes gibt es mittlerweile 1210 Milliardäre weltweit mit einem Nettovermögen von 4,5 Billionen Dollar. Im Vergleich dazu: Deutschland hat eine Staatsverschuldung von ca. 2007 Milliarden Euro, also rund 2,9 Billionen Dollar (beim derzeitigen Währungsstand).
Vielleicht sollte unsere Regierung Nachhilfe bei Karl Albrecht und den BMW-Eignern nehmen, damit die Schuldenuhr wieder rückwärts zählt!
Was denken Sie, wie das Erfolgrezept der deutschen Top-100-Milliardäre aussieht? Wie lauten Ihre Vorschläge, um die Staatsverschuldung zu minimieren?
Ich freue mich auf Ihre Anregungen und wünsche Ihnen eine angenehme Woche!
Herzlich
Ihr Andreas Buhr
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